Die Hochzeit unserer dicksten Freundin
Original Name: Bachelorette
Laufzeit: 88 Minuten
Altersfreigabe: ab 6 Jahren
Land: USA 2012
Genre: Komödie
Regie: Leslye Headland
Schauspieler: Kirsten Dunst, Isla Fisher, Lizzy Caplan
Die Hochzeit unserer dicksten Freundin Beschreibung:
Vor dem schönsten Tag im Leben ihrer Schulfreundin sorgt ein nur bedingt gereiftes Frauentrio für chaotisch-komischen “Brautalarm”.

Die ersten Ableger von Paul Feigs gleichnamigem internationalem Hit suchen nach ihrem Platz an der Sonne, um im Fahrwasser der Erfolgskomödien von Judd Apatow den Beweis anzutreten, wie derb und herzlich, drastisch und peinlich, turbulent und komisch Frauen sein können. Die Versuchsanordnung hier geht auf ein Theaterstück von Leslye Headland zurück, die wegen ihrer Schärfe in Dialogen und Figurenzeichnung bereits mit Neil LaBute verglichen wird und nun ihren ersten Kinofilm vorlegt. Tatsächlich sind im Geiste von LaBute fast alle Figuren ohne spontan einnehmende sympathische Züge, versucht Headland ihre Charaktere mit ihren Defiziten im wahren Leben zu verorten, um dann ihren menschlich wertvollen Kern freizulegen.
Rebel Wilson, aufstrebende Hollywood-Protagonistin im Rollenfach Kalorien und Komik, vollendet nach “Brautalarm” und “Die Trauzeugen” hier ihre inoffizielle Hochzeitstrilogie, steht als füllige Becky einen Tag vor dem Ehebund mit ihrem attraktiven Beau, den auch ihre besten Freundinnen aus der Teenzeit durchaus als Top-Offerte klassifizieren würden. Wenn der leicht zu erobernde Wanderpokal Katie (Isla Fisher), die scharfzüngige Beobachterin Gena (Lizzy Caplan) und Regan (Kirsten Dunst), nicht nur dem Namen nach verwandt mit der vom Teufel besessenen Heldin aus “Der Exorzist”, als Brautjungfern zu Beckys Hochzeit eintreffen, vermischt sich Klassentreffen und Junggesellinnen-Party, werden alte Beziehungen neu überprüft und Kollegen aus dem Trauzeugenlager zum One-Night-Stand eingeladen. Obwohl hier in Partystimmung gekokst, gefeiert und auch verbal mitunter das R-Rating in den USA begründet wird, tendiert diese Komödie trotz aller Turbulenz und überdrehten Krisenbewältigung, bei der das Brautkleid eine tragende Rolle spielt, eher zum Kater als zum Rausch. Headlands Ambition, authentische Figuren zu zeigen, in den Dialogen bissig und dabei durchgehend komisch zu sein, ist deutlich erkennbar, wenn auch schwer zu realisieren, obwohl die engagiert aufspielenden Stars wirklich alles geben, um die Gag-Quote mit der Mission Mensch und seine Natur, um Lästermaul mit Herz zu harmonisieren.

